Jungfrau Top Ski Region Mit „Skifahren vor der schönsten Kulisse der Welt“ wirbt das Verkehrsbüro. Das atemberaubende Dreigestirn von Eiger, Mönch und Jungfrau hält eine Vielzahl von attraktiven Urlaubsaktivitäten bereit. Auch abseits der Pisten ist der Spaß garantiert. Grindelwald und Wengen teilen sich das Hauptskigebiet der Jungfrauregion: Kleine Scheidegg-Männlichen. Vom Grindelwalder Ortsteil Grund (943 Meter) fährt eine Zahnradbahn zur Kleinen Scheidegg, eine Gondelbahn zielt zum Männlichen hinauf. Die Pisten im Firstgebiet eignen sich eher für mittlere Skifahrer, eine schwarze Abfahrt führt unterhalb der Gondel von First (2.168 Meter) nach Bort. Oberhalb von First sind die Hänge etwas sanfter. Ein verzweigtes Netzt von Winterwanderwegen bietet auf 80 Kilometer Länge alle Möglichkeiten, bis zum Hotel auf dem Faulhorn (2.680 Meter) führen die Pfade. Dort startet die längste Schlittenbahn Europas: „Big Pintenfritz“ schlängelt sich über 16,5 Kilometer nach Grindelwald. Zur Rushhour herrscht emsiger Betrieb auf der Dorfstraße. Rund um die Kirche finden noch beschauliche Winkel. Die Fahrt auf das Jungfraujoch geht via Kleine Scheidegg (2.061 Meter), der Pistendrehscheibe zwischen Grindelwald und Wengen. Obwohl das umliegende Skirevier den meisten nur durch die Übertragung des Furchterregenden Lauberhornrennens bekannt sein dürfte, dominieren Skiautobahnen. Der schaurigste Abschnitt der Lauberhornabfahrt, der Hundschopf-Sprung, ist für Touristen gesperrt. Zwar warten an Lauberhorn, Salzegg und Männlichen einige veritable Buckelpisten, doch die meisten Hänge sind nicht allzu steil. Schön sind die langen Abfahrten durch lichte Wälder nach Grindelwald. Wer Herausforderungen sucht, muss Skirouten wie die Oh God, die vom Eigergletscher nach Wixi führt oder die White Hare unterhalb der Eigernordwand ansteuern. Wem das zu harmlos ist der verschafft sich den Kick mit einem Heliskiing -Flug auf Ebnefluh und Petersgrat. Am Männlichen gibt es eine Auswahl roter Pisten, die von der Mittelstation der Gondel bis nach Grindelwald führen. Die Bergflanke zwischen Männlichen und Kleiner Scheidegg ist gespickt mit Liften, die alle genussreichen Pisten bedienen und ein Hin- und Herpendeln ermöglichen. Wengen, ein ursprünglich gebliebener Skiort ohne Autoverkehr, liegt auf einer sonnigen Terrasse hoch über dem Tal von Lauterbrunnen und dann nur mit der Zahnradbahn von Lauterbrunnen aus erreicht werden. Mürren (1.650 Meter) liegt auf einem Felsbalkon auf der anderen Seite des Lauterbrunnentals und das Panorama der Jungfraugruppe ist hier noch atemberaubender. Der Ort ist mit der Luftseilbahn ab Stechelberg oder mit der Standseilbahn und dem Zug ab Lauterbrunnen zu erreichen. Die Ruhe des kleinen Dorfs vereinnahmt die Besucher augenblicklich. Sein Pistennetz ist allerdings hauptsächlich für Experten geeignet. Im unteren Bereich des Reviers gibt es 3 miteinander verbundene Skiareals. Das größte ist der Schiltgrat auf 2.145 Meter Höhe. Interessanter sind aber die höheren Regionen – Birg auf 2.675 Meter und das 2.970 Meter hohe Schilthorn mit dem Drehrestaurants Piz Gloria, bekannt aus dem James-Bond-Film „Im Geheimdienst Seiner Majestät“. Bei guter Schneelage kann man von hier bis Lauterbrunnen abfahren – eine Distanz von fast 14 Kilometern mit 2.175 Höhenmetern. Auf dieser Strecke findet jährlich im Januar das Infernorennen statt, das 1928 das erste Mal ausgetragen wurde. Das Rennen ist so populär, dass man die Teilnehmerzahl au 1.400 begrenzen musste. Vom Start geht es zunächst in einen steilen Buckelhang, es folgen eine lange Traverse durch das Engetal zur Schilthornhütte und schöne Passagen entlang des Kandahar-Lifts, der mit dem Mittleren Lift ein nettes, kleines Höhenskigebiet oberhalb 2.200 Metern erschließt. Weiter folgt das berüchtigte felsgesäumte Kanonenrohr, durch das man den Lift zum Maulerhubel erreicht. Ab Winteregg geht es über Ziehwege abwärts.