Ortsansicht
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Pistenplan

In Val d’Isère tut sich einiges. Nachdem das Skigebiet „Espace Killy“ voll ausgebaut ist und olympischen Standard erfüllt, wird Val d’Isère renoviert.

Die Flachdächer verschwinden nach und nach, dafür setzt sich der savoyardische Stil mit kleineren Häusern wieder durch. Die Urlauber freut es, denn der Ort wirkt dadurch viel uriger und einladender. Val d’Isère hat schon lange einen Namen im Skisport.
1906 wurde Louis Bonnevie französischer Meister und machte damit den Ort entsprechend bekannt.
Im Winter 1937/38 eröffneten 2 Skifreunde die erst Skischule und 6 Jahre später surrte der erste „Télépherique“ in die Höhe.

Natürlich hat der Ort auch weltberühmte Skistars wie die Schwestern Christine und Marielle Goitschel sowie den vierfachen Olympiasieger von Grenoble, Jean-Claude Killy, hervorgebracht – wenngleich er aus Saint Cloud bei Paris stammt und in Grenoble wohnt. Die 3 Stars gewannen zusammen mit Henri Oreiller, der 1948 die ersten Goldmedaillen in Abfahrt und Kombination nach Frankreich brachte, insgesamt 19 mal Gold und standen 12 mal auf dem begehrten Weltmeistertreppchen.
1992 war Val d’Isère als Nebenstelle von Albertville dann selbst Gastgeber für die Olympischen Spiele.

Heute hat der Ort einen gewissen elitären Ruf was sportliche Herausforderungen und Après-Ski-Vergnügen angeht. Zu Recht, denn in diese Hinsicht braucht das französische Wintersportgebiet keinen Vergleich zu scheuen.

Wer abseits der traumhaft weiten Pisten das Abenteuer sucht, sollte Leute fragen, die sich auskennen. Die Ski- und Bergschule Top Ski ist hier die richtige Adresse. Vallèe Perdue, das verlorene Tal, bietet die erhoffte Überraschung. Die Einfahrt in das Couloir neben der Trittolet-Abfahrt ist für Ortsfremde fast nicht auszumachen, obwohl sie mitten im Skigebiet über La Daille liegt. Schon nach wenigen Metern wird es extrem eng. Felsen stehen wie kantige Säulen antiker Tempel links und rechts der Rinne. Schuss und durch ist hier niemanden zu empfehlen! Als schwierig oder gar gefährlich ist die Abfahrt aber keinesfalls zu bezeichnen, nur unnötiges Risiko sollte nicht eingegangen werden.

Val d’Isère hat noch zahlreiche weitere Varianten zu bieten. Von der Bergstation der Sesselbahn Grand Pré geht es ab in den Tiefschnee der Tour du Charvet mit Blick nach Süden auf die Pointe la Sana. Freie Hänge – ein Geschenk für Skifahrer, die keine Tourengeher sein wollen. Atemberaubend und aufgeregt ist der Engpass zwischen den Felsen. Damit ist das Tiefschnee-Angebot aber noch lange nicht ausgereizt.
Weitere Strecken bieten sich für pures Vergnügen an: Col de Pers am Pissaillasgletscher, ein Ausflug in den Vanoise- Nationalpark. Die Abfahrt geht durch die Malpasset-Schluchten, das Quellgebiet von Isère.
Vorsicht gegen Ende der Saison: Hier gibt es mit unter Gletschermühlen! In die Danaïdes geht es von der Solaise aus.

Der Leckerbissen ist dort der Lavancher-Korridor. An der Bellevarde -Seilbahn beginnen die beiden Klassiker für Couloir-Freunde. Besonders der tief eingeschnittene Kern-Korridor, der mit einem wunderbaren Hang durch den Wald anfängt, begeistert Könner mit seiner steilen Abfahrt. Aber nicht jeder Skifahrer ist ein Freund des Tiefschnees, wenn der auch noch so pulvrig ist.

Das Pistenangebot im Espace Killy kann sich ebenfalls sehen lassen. 300 Kilometer präparierte Abfahrten von 3.450 Meter Höhe herunter auf 1.550 Meter. Gut 120 Lifte ersparen den Skifahrern den Aufstieg. Zum Espace Killy gehört auch das Skigebiet von Tignes. Somit erstreckt sich das ganze Gebiet vom Iseranpass bis zu dem kleinen Dorf Tignes les Brevières unterhalb der riesigen Staumauer des Chevrilsees. Die schwarze Abfahrt Vallon de la Sache, die von der Aiguille Percée, der Felsspitze mit dem Loch, bis ins Dorf führt, zählt zu den ganz besonderen Schmankerln des weitläufigen Gebiets.
An Rennstrecke mangelt es wahrscheinlich nicht. Von der Grande Motte nach Val Claret wird in der Hauptsache Riesenslalom und Super G gefahren. Vom Rocher de Bellevarde führt die alte Abfahrtsstrecke nach La Daille und von der Bellevarde direkt nach Val d’Isère fand die olympische Abfahrt auf der von Bernhard Russi konzipierten Strecke statt.

Nicht zu vergessen sind die beiden Sommerskigebiete. Das eine liegt unterhalb der Grande Motte und gehört zu Tignes, das andere an der Pointe du Montet oberhalb des Iseranpasses. Natürlich sind beide auch im Winter geöffnet. Vom Iseran führt auch noch eine interessante Talabfahrt bis hinunter nach Le Fornet, dem letzten Ort vor der Passstraße.
Im Espace Killy waren und sind die Snowboarder immer willkommen. Sie können das riesige Pistenangebot ohne jede Einschränkung nutzen.
In Val d’Isère steht für die Könner unterhalb der Face de Bellevarde eine Halfpipe und in Tignes sogar ein Snowpark mit Halfpipe und einer Freeridingzone zur Verfügung.

Die 4 Ortsteile um den Lac de Tignes werden optisch von riesigen Betonbauten bestimmt, die zumindest im ersten Eindruck nicht sehr gemütlich wirken. Es lohnt sich aber auf jeden Fall ein zweiter Blick, denn wie fast überall gibt es auch hier wirklich charmante Ausnahmen: Auf der Staumauer liegt das winzige Tignes les Boisses. Das Dorf hat einen Liftanschluss ins Espace Killy. Am äußersten Ende des Skigebiets, in Brevières, lädt ein Gasthaus der ganz anderen Kategorie ein. Gleich neben der Kirche sitzen die Einheimischen auf ein Gläschen am Tisch oder stehen an der Bar. Sobald ein Fremder hereinkommt, herrscht schweigen und erst nach einigen kontrollierenden Blicken gehen die Gespräche weiter. Hier riecht es nicht nach Tourismus und die savoyardischen Mauernessen sind hervorragend. Wer es etwas vornehmer, aber doch ursprünglich haben will, braucht nur die Passstraße wenige Kilometer Richtung Bourg-St.-Maurice zu fahren, dann nach rechts Richtung Skigebiet La Rosière Recht unscheinbar steht das Haus neben der Straße. Der Speisesaal ist im ehemaligen Stall, einige der Tische in den früheren Tierboxen – originell und mit einer erstklassigen savoyardischen Küche. Wer direkt nach Val d’Isère abfährt, findet gleich beim Eisplatz Hütten mit gemütlichen Terrassen. Bei schönem Wetter sind das wunderbare Plätzchen für den Abschlussdrink des Tages. Aber auch bei schlechter Witterung gibt es ein angenehmes Lokal zum Ausklang des Skitages. Im Stadttor empfiehlt sich ein kleines, heimeliges Bistro. So weit es den gemütlichen Abend betrifft, ist die Liste fast endlos: Besonders beliebt ist die Elsässer Stube mitten im Zentrum.

Vor allem die Teilnehmer von Skirennen – seien es Sportler, Trainer oder Funktionäre – kommen gerne hierher. Und so sind immer wieder Prominente zu treffen. Wer sein Haus in Val d’Isère nicht dem neuen Stil anpasst, bekommt keine Baugenehmigung mehr. Wer dagegen seine Fassade dem neuen Ortsbild abgleicht, der darf ein volles Stockwerk höher bauen, um durch die höhere Auslastung die Baukosten wieder hereinzubringen. Der Urlauber profitiert insofern davon, als das Erscheinungsbild des Ortes wieder etwas uriger wird.


Pisteninfo und Lifte

Höhe
1.550 - 3.650m
leicht
198 km
Gondeln
10

Schneehöhen
mittel
75 km
Sessel
50

Webcam
schwer
27 km
Skilift
40

Weitere Informationen

Bus
Busanreise möglich oder bereits inkl.
Individual
Individual Reisende
Schnee
Skigebiet besonders schneesicher

Familien Fahrten

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